Die Landesliga-Kicker unserer ersten Herren-Mannschaft stehen im Kampf um den Klassenerhalt mit dem Rücken zur Wand. Nach der deutlichen 1:6 (1:3)-Niederlage beim zweiten Team der TSG Neustrelitz hat sich die Ausgangslage für sie zwei Spieltage vor Saisonende weiter verschlechtert. Gleichzeitig nutzte der 1. FC Neubrandenburg II die Gunst der Stunde und zog durch einen 9:1-Erfolg beim SV Blau-Weiß Baabe in der Tabelle an unserer Elf vorbei.
Mit 22 Punkten belegen die unsere Kicker derzeit den zwölften Platz, der gleichzeitig den drittletzten Rang bedeutet. Punktgleich dahinter lauert Aufsteiger Kickers JuS auf Position 13. Die SG Empor Richtenberg steht mit neun Zählern bereits seit geraumer Zeit als Absteiger fest. Für die Mannschaft von Spielertrainer Tom Fraus geht es nun in den verbleibenden Begegnungen gegen Blau-Weiß Baabe und beim SV Waren um alles. In Neustrelitz offenbarte sie erneut große Probleme in der Defensive. Bereits beim 5:7 in Grimmen hatte die Hintermannschaft keinen guten Tag erwischt, nun folgten sechs weitere Gegentreffer.
„Wir haben dem Gegner das Toreschießen durch individuelle Fehler auch diesmal wieder viel zu leicht gemacht“, erklärte Tom Fraus nach dem Abpfiff. Dabei begann die Partie durchaus vielversprechend. Maximilian Paul brachte unser Team bereits in der elften Minute in Führung. Lange hielt die Freude darüber allerdings nicht an, denn die Neustrelitzer glichen nur zwei Minuten später aus. In der Folge übernahmen die Gastgeber zunehmend die Kontrolle über das Geschehen. „Neustrelitz war spielbestimmend, dennoch haben wir in der Offensive immer wieder Nadelstiche gesetzt und uns einige Torchancen erarbeitet“, so der 34-Jährige.
Mit dem 2:1 in der 26. Minute drehten die Hausherren die Begegnung endgültig zu ihren Gunsten. Kurz vor der Pause legten sie das 3:1 nach und verschafften sich damit eine komfortable Ausgangsposition für die zweite Halbzeit. Trotz des Rückschlags gab sich unsere Elf zunächst nicht auf. „Wir haben trotz des Rückstands an uns geglaubt. Die Einsatzbereitschaft hat gestimmt, jeder hat alles reingehauen. Defensiv machen wir uns das Leben in dieser Saison aber selbst zu schwer“, machte Fraus deutlich.
Für den Spielertrainer selbst war das Spiel wegen anhaltender Wadenprobleme bereits nach 45 Minuten beendet. Seine Mannschaft fand nach der Pause nicht zurück in die Erfolgsspur. Als die Neustrelitzer in der 73. Minute zum 4:1 trafen, waren die letzten Hoffnungen der Gäste endgültig dahin. „Danach war die Luft raus“, erklärte der Coach. Die Gastgeber nutzten dies konsequent aus und schraubten das Ergebnis durch weitere Treffer in der 74. und 83. Minute auf 6:1 in die Höhe.
VFC: Lemke, Lietze, Grote, Pribbernow, Möhr, Paul, Freimark, Pietsch (69. Haack), Ja. Bruhns, Fraus (46. Sorgatz), Schulz
Reserve: Kietzmann, Jo. Bruhns

