90 Minuten, die über Freud und Leid einer ganzen Saison entscheiden. Für unsere erste Herrenmannschaft geht es am Wochenende um den Verbleib in der zweithöchsten Spielklasse des Landesfußballverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Mindestens drei Mannschaften müssen am Ende der Saison aus den beiden Landesliga-Staffeln absteigen. Während der FSV Upahl und die SG Empor Richtenberg bereits als Absteiger feststehen, entscheidet sich am Samstag mit dem letzten Spieltag der West-Staffel, ob es bei drei Absteigern bleibt oder ein viertes Team den Gang in die tiefere Spielklasse antreten muss.
Mit 25 Punkten auf dem Konto und zwei Zählern Vorsprung auf die Abstiegsränge gehen unsere Kicker, die am Sonntag ab 14 Uhr beim Tabellensechsten SV Waren antreten müssen, in einer vergleichsweise guten Ausgangslage in das Saisonfinale. Sie haben sich durch den überzeugenden 4:1-Heimsieg gegen Baabe am vergangenen Wochenende ein kleines Polster erarbeitet.
Die Abstiegskonstellation ist allerdings komplex. Bereits am Samstag ab 14 Uhr fällt in der West-Staffel eine wichtige Vorentscheidung: Sichert sich der Doberaner FC im Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten Grevesmühlen den Staffelsieg, bleibt es ligaweit bei drei Absteigern. Sollte der Tabellenzweite FC Anker Wismar II den Spitzenreiter am letzten Spieltag noch überholen, würde sich die Zahl der Absteiger auf vier erhöhen. Hintergrund: Wismar hat bereits auf den Aufstieg verzichtet, während der Doberaner FC nur als Staffelsieger in die Verbandsliga aufsteigen würde.
Unsere Mannschaft kennt ihre Ausgangslage somit bereits, wenn sie sich am Sonntag auf den Weg zum SV Waren macht. Für sie ist die Rechnung einfach: Mit einem eigenen Sieg wären sämtliche Rechenspiele überflüssig und der Klassenerhalt gesichert. Bei einem Unentschieden oder einer Niederlage werden Spieler, Verantwortliche und Fans gespannt auf die Ergebnisse der Konkurrenz blicken. Der Tabellenvorletzte Kickers JuS (23 Punkte) empfängt zeitgleich den Tabellenfünften FC Rot-Weiß Wolgast. „Egal, was am Samstag in der West-Staffel passiert – wir haben es selbst in der Hand, den Klassenerhalt zu schaffen. Mit dem SV Waren erwartet uns ein guter Gegner, der in dieser Saison viele Tore erzielt, aber auch viele Gegentreffer kassiert hat“, macht Spielertrainer Tom Fraus deutlich. Das Torverhältnis der Müritzstädter von 60:60 unterstreicht seine Einschätzung.
Auch unsere Elf, die das Hinspiel auf eigenem Platz knapp mit 0:1 verlor, bewies mit 56 erzielten Treffern ihre Offensivqualitäten. Gleichzeitig kassierte sie in 25 Meisterschaftsspielen jedoch 73 Gegentore. „Waren wird uns defensiv alles abverlangen. Wir müssen die individuellen Fehler abstellen und als Mannschaft geschlossen verteidigen“, fordert Fraus. Verzichten muss er am Sonntag auf Verteidiger Fabian Grote. Ob Nico Möhr und Maximilian Paul rechtzeitig fit werden, ist dagegen noch offen.