Beim Ueckermünder Crosslauf am Tag der Deutschen Einheit, der zugleich den Auftakt der UER-Crosslaufserie bildete, haben die Nachwuchsathletinnen unserer Leichtathletik-Leistungsgruppe von Trainer Michael Hoder eine starke Leistung. Im Vordergrund stand für das Team allerdings weniger das Ergebnis als vielmehr die Vorbereitung auf den eigentlichen Saisonhöhepunkt: die Landesmeisterschaften im Crosslauf Anfang November in Rostock.
Über die 800 Meter überzeugten Mathilda Österreich (AK 9) und Ronja Pieper (AK 10). In der Gesamtwertung über alle Altersklassen hinweg belegten sie die Plätze zwei und drei und entschieden damit jeweils ihre eigene Altersklasse für sich. Schneller war lediglich eine ältere Läuferin aus Brandenburg, die dort regelmäßig bei Titelkämpfen zu den Medaillengewinnerinnen zählt. Für Mathilda und Ronja waren die Ergebnisse zugleich eine Bestätigung ihrer guten Form. Bereits zwei Wochen zuvor hatten beide bei den Landesmeisterschaften in Neubrandenburg starke Leistungen gezeigt. Mathilda erreichte dort einen sehr guten fünften Platz, Ronja belegte über 800 Meter Rang acht.
Trainer Michael Hoder ordnet den Auftritt in Ueckermünde dennoch bewusst in die aktuelle Trainingsphase ein. Die Platzierungen seien erfreulich, hätten für die sportliche Planung derzeit aber nur eine untergeordnete Bedeutung. „Die UER-Crosslaufserie ist für uns eine gute Möglichkeit, Wettkampfpraxis zu sammeln und gezielte Trainingsreize zu setzen. Das Niveau der Konkurrenz ist für uns jedoch nicht der eigentliche Maßstab und entspricht auch nicht unserem sportlichen Anspruch. Wir befinden uns derzeit im Aufbau und steuern die Entwicklung langfristig“, erklärt Hoder.
Der Blick richtet sich deshalb bereits auf die kommenden Wochen. Das klare Ziel sind die Landesmeisterschaften im Crosslauf Anfang November 2026 in Rostock. Dort erwartet Hoder eine deutlich größere Leistungsdichte und entsprechend stärkere Konkurrenz. Die Rennen in der UER-Crosslaufserie dienen auf dem Weg dorthin vor allem dazu, Wettkampfhärte zu entwickeln, Erfahrungen zu sammeln und die Trainingsarbeit unter Wettkampfbedingungen zu überprüfen. Gerade in den jungen Altersklassen ist ein gezielter Formaufbau bis zu einem bestimmten Saisonhöhepunkt allerdings eine besondere Herausforderung. Entwicklung und Leistungsfähigkeit verlaufen bei Kindern nicht immer linear und lassen sich nur bedingt auf einen einzelnen Wettkampftag zuspitzen. Umso wichtiger ist es für Hoder, die jungen Athletinnen Schritt für Schritt an höhere Anforderungen heranzuführen und dabei die langfristige Entwicklung im Blick zu behalten.


