Nach zuletzt drei Siegen in Folge musste unsere zweite Herren-Mannschaft in der Kreisoberliga wieder eine Niederlage hinnehmen. Sie unterlag bei Puls Greifswald mit 1:5 (0:2). Dabei machte sich vor allem die angespannte Personalsituation bemerkbar, die Trainer Danny Naß sogar dazu zwang, selbst die Fußballschuhe zu schnüren.
Schon vor dem Anpfiff standen die Vorzeichen für unsere Mannschaft alles andere als günstig. Zahlreiche Ausfälle hatten den Kader erheblich dezimiert. Dennoch ging unsere Zweite nach drei erfolgreichen Spielen in Serie mit Selbstvertrauen in die Begegnung und wollte ihren positiven Lauf fortsetzen. Die Gastgeber erwiesen sich allerdings als der erwartet unangenehme Gegner und übernahmen zunehmend die Initiative. Trotz leidenschaftlicher Defensivarbeit unserer Mannschaft gelang Puls in der 24. Minute der Führungstreffer. Nur neun Minuten später legten die Greifswalder nach und erhöhten auf 2:0. Als sich in der 37. Minute auch noch John-Philipp Bruhns verletzte, verschärfte sich die ohnehin schwierige Personalsituation weiter. Trainer Danny Naß blieb nichts anderes übrig, als sich selbst einzuwechseln.
Nach dem Seitenwechsel schöpfte unser Team noch einmal Hoffnung. Machkour Adamou verkürzte in der 56. Minute auf 1:2 und brachte seine Mannschaft damit zurück ins Spiel. Doch die erhoffte Aufholjagd blieb aus. Stattdessen nutzten die Gastgeber ihre Möglichkeiten in der Schlussphase konsequent und entschieden die Begegnung mit drei Treffern innerhalb von nur neun Minuten (70., 75. und 79.) endgültig zu ihren Gunsten. Trotz des deutlichen Ergebnisses wollte Trainer Danny Naß seiner Elf keinen Vorwurf machen. Das Ergebnis sei sicherlich etwas zu hoch ausgefallen, befand der Coach, der zugleich die Leistung des Gegners anerkannte. Puls habe insgesamt mehr für das Spiel getan und deshalb verdient gewonnen. Seine Mannschaft habe sich angesichts der schwierigen Voraussetzungen jedoch über weite Strecken leidenschaftlich gegen die Niederlage gestemmt.
Dass die Erfolgsserie nach drei Siegen nun gerissen ist, soll unsere Zweite nicht aus der Bahn werfen. „Diese Niederlage wirft uns nicht um“, gab sich Naß zuversichtlich. Schwerer als die verlorenen Punkte wiegt für ihn ohnehin die Verletzung von John-Philipp Bruhns, die den ohnehin dünn besetzten Kader zusätzlich schwächt.
VFC II: Steffenhagen, J. Schulz (71. Endres), Pieper, Wachalski, Wesener (46. Grams), Diedrich, Jo. Bruhns (37. Naß), S. Schulz, Kovaci, Adamou, Beckmann
Reserve: Merklinghaus