Das hatten wir uns ganz anders vorgestellt. Im ersten Heimspiel der neuen Saison wollte unsere Landesliga-Elf eine Reaktion zeigen und vor heimischer Kulisse die ersten Punkte einfahren. Stattdessen endete das Derby gegen den TSV Friedland mit einer herben Enttäuschung. Nach 90 ernüchternden Minuten stand eine deutliche 1:7-Niederlage. Ein Ergebnis, das wehtut – vor allem aber die Art und Weise, wie es zustande kam.
„Das war eine krachende Niederlage. Das Ergebnis spricht eine eindeutige Sprache“, fand Spielertrainer Tom Fraus nach dem Abpfiff klare Worte. Dabei ging unsere Elf mit viel Hoffnung in die Partie. Nach dem 2:5 zum Landesliga-Auftakt in Malchin und dem Pokal-Aus in Murchin sollte im ersten Heimspiel die erhoffte Reaktion folgen. Davon war über weite Strecken allerdings zu wenig zu sehen. Friedland ging nach 14 Minuten in Führung. Die große Chance auf eine schnelle Antwort hatte Marvin Schulz. Sein Abschluss war bereits auf dem Weg ins Tor, wurde von den Gästen aber noch vor der Linie geklärt. Es blieb eine der wenigen Situationen, in denen unsere Kicker offensiv wirklich gefährlich wurden.
Während die Gäste zunehmend Sicherheit gewannen, fehlte dem Spiel unserer Elf genau diese. Zu viele einfache Ballverluste, zu wenig Zusammenspiel und kaum Lösungen, um die Friedländer ernsthaft unter Druck zu setzen. Friedland nutzte das konsequent und erhöhte in der 39. Minute auf 2:0. Noch vor der Pause folgte der dritte Gegentreffer. „Die Friedländer haben miteinander gespielt, wir uns dagegen in Einzelaktionen verloren. Alle haben gerackert und geackert, wir waren aber null effektiv und effizient. Uns fehlten schlichtweg die Lösungen“, ärgerte sich Fraus.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild nicht. Bereits fünf Minuten nach Wiederbeginn fiel das 0:4, in der 59. Minute folgte der nächste Gegentreffer. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Partie entschieden. Fraus verkürzte in der 70. Minute zwar auf 1:5, wirkliche Hoffnung kam dadurch jedoch nicht mehr auf. Friedland blieb bis zum Ende konsequent und erhöhte mit zwei weiteren Treffern auf 1:7. „Das grundlegende Problem ist momentan, dass wir in zu vielen Situationen nicht erkennen, wie wir den Gegner bespielen müssen“, erklärte Fraus nach der Partie.
Dass es nach einem solchen Nachmittag nicht mit ein paar aufmunternden Worten getan ist, weiß auch unser Spielertrainer. Jetzt geht es darum, die Niederlage aufzuarbeiten und auf dem Trainingsplatz die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. „Aufgeben ist keine Option für uns. Tiefer können wir nicht fallen. Wir müssen uns den Spaß am Fußball jetzt hart zurückarbeiten“, so Fraus.
Die nächste Gelegenheit, ein anderes Gesicht zu zeigen, hat unsere Mannschaft am kommenden Samstag. Um 14 Uhr sind wir bei der zweiten Mannschaft des 1. FC Neubrandenburg zu Gast.
VFC: Kietzmann, Lietze (54. Zeidler), Pribbernow, Rogee, Haack, Sorgatz, Behm, Wolf, Bruhns, Fraus, Schulz (54. Freimark)
Reserve: Grote, Raßmann


