Mit einer auf dem Papier deutlichen 0:5-Niederlage kehrten die C-Junioren vom Landesliga-Auswärtsspiel beim Demminer SV zurück. Wer allerdings nur auf das Ergebnis blickt, bekommt ein unvollständiges Bild der Begegnung. Denn trotz schwieriger personeller Voraussetzungen bot unsere Mannschaft den Gastgebern über weite Strecken ordentlich Paroli und hätte sich für ihren engagierten Auftritt durchaus belohnen können.
Bereits vor dem Anpfiff stand das Trainerduo Carl Tubandt und Nico Steffenhagen vor einigen Herausforderungen. Die angespannte Personalsituation machte mehrere Umstellungen erforderlich. Einige Akteure mussten auf Positionen aushelfen, auf denen sie bislang kaum oder noch gar keine Erfahrungen gesammelt hatten. Dass die Mannschaft dennoch schnell zu einer gewissen Stabilität fand, sprach für ihre Einsatzbereitschaft und ihren Zusammenhalt. Insbesondere die neu formierte Dreierabwehrkette wusste zu überzeugen. Im Spiel gegen den Ball agierten die Gäste aufmerksam, hielten die Räume über weite Strecken geschlossen und erschwerten dem Demminer SV den Weg zum Tor. Die Gastgeber entwickelten ihre größte Gefahr vor allem durch Distanzschüsse und Standardsituationen. Dabei zeigten sie sich ausgesprochen effizient und nutzten ihre Möglichkeiten konsequent. So stand zur Halbzeit ein 3:0 für Demmin, das den tatsächlichen Kräfteverhältnissen auf dem Platz nur bedingt gerecht wurde.
Denn auch offensiv hatten die Gäste einiges anzubieten. Immer wieder gelangen ansehnliche Kombinationen und gut herausgespielte Angriffe. Was fehlte, war die letzte Konsequenz im Abschluss – und mitunter auch das nötige Glück. Gleich zweimal verhinderte das Aluminium einen Treffer. Darüber hinaus erwies sich der Demminer Schlussmann als kaum zu überwindendes Hindernis und vereitelte mehrfach aussichtsreiche Möglichkeiten.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb unsere Mannschaft ihrer Linie treu. Trotz des Rückstandes wurde weiter gekämpft, kombiniert und nach Lösungen gesucht. Von Resignation war nichts zu spüren. Vielmehr nahmen die Spieler die ungewohnten Rollen an, unterstützten sich gegenseitig und investierten bis zum Schluss viel in die Begegnung. Während die eigenen Chancen ungenutzt blieben, schlug Demmin noch zweimal zu und stellte den 5:0-Endstand her. So blieb am Ende eine Niederlage, die gemessen am Spielverlauf deutlich zu hoch ausfiel. Der entscheidende Unterschied lag weniger in der spielerischen Qualität als vielmehr in der Chancenverwertung. Entsprechend fiel auch die Einschätzung des Trainerteams aus. Carl Tubandt und Nico Steffenhagen sahen trotz des Ergebnisses viele positive Ansätze und würdigten insbesondere die Einstellung ihrer Spieler.


