Ein vielversprechender Beginn, gute Torchancen und eine umstrittene Rote Karte: Das Auswärtsspiel beim Grimmener SV hat für die Landesliga-Kicker unserer ersten Herren-Mannschaft am Freitagabend einen bitteren Verlauf genommen. Trotz einer engagierten Leistung in der Anfangsphase musste sich die Mannschaft von Trainer Tom Fraus am Ende deutlich mit 0:7 (0:1) geschlagen geben. Besonders der Platzverweis kurz vor der Halbzeit stellte die Begegnung auf den Kopf.
Mit einer defensiv ausgerichteten Fünferkette und dem Ziel, durch schnelle Gegenangriffe gefährlich zu werden, ging die Mannschaft in die Partie. Bereits in der zehnten Minute bot sich Paul Freimark eine Gelegenheit zur Führung. Frei vor dem gegnerischen Torhüter gelang es ihm jedoch nicht, den Ball im Netz unterzubringen. Nur acht Minuten später hatte Jan-Patrick Bruhns den Führungstreffer auf dem Fuß, sein Distanzschuss landete allerdings an der Latte. Auch die Gastgeber kamen zu ersten Möglichkeiten. Max Lemke und Dennis Wolf verhinderten zunächst gemeinsam einen Rückstand. In der 29. Minute fiel dann doch das 1:0 für Grimmen. Nach einer Ecke gelangte der Ball an den zweiten Pfosten, wo ein freistehender GSV-Kicker erfolgreich abschloss. Die direkte Antwort wäre beinahe gelungen, doch ein Freistoß von Johann Haack verfehlte das Tor nur knapp.
In der 41. Minute folgte die spielentscheidende Szene. Als Jan-Patrick Bruhns einen Einwurf schnell ausführen wollte, wurde er von einem Gegenspieler daran gehindert. Bei der anschließenden Ausführung traf der Ball den Gegenspieler am Kopf. Nach Rücksprache mit seinem Assistenten Björn Wudke wertete Schiedsrichter Sebastian Raatz die Aktion als Unsportlichkeit und zeigte die Rote Karte. Eine folgenschwere Entscheidung, denn bis zu diesem Zeitpunkt war die Begegnung weitgehend ausgeglichen. Durch den Platzverweis musste die Mannschaft mehr als eine Halbzeit in Unterzahl bestreiten.
Nach dem Seitenwechsel wurde es zunehmend schwieriger, die Angriffe der Gastgeber abzuwehren. In der 54. Minute erhöhte Grimmen mit einem sehenswerten Distanzschuss auf 2:0. Nur sechs Minuten später fiel das 3:0. Mit fortschreitender Spielzeit machten sich die personellen Nachteile immer deutlicher bemerkbar. Die Gastgeber nutzten die entstehenden Räume konsequent und erzielten innerhalb weniger Minuten drei weitere Treffer (70., 72. und 77.). In der 87. Minute fiel schließlich das Tor zum 7:0-Endstand.
Am kommenden Samstag bietet sich die Gelegenheit zur Wiedergutmachung. Dann steht das wichtige Heimspiel gegen den SV Blau-Weiß Baabe auf dem Programm.
VFC: Lemke, Lietze, Haack, Rogee, Wolf, Bruhns, Sorgatz, Behm (70. Wachalski), Zeidler (Raßmann), Freimark, Schulz (46. Adamou)
Reserve: Kietzmann


