Nach dem ernüchternden Meisterschaftsstart mit der bitteren 0:2-Niederlage beim FSV Malchin empfangen unsere Landesliga-Kicker am Samstag ab 14 Uhr die SG Empor Richtenberg. Dabei wollen sie sich für eine ansprechende Leistung mit Zählbarem belohnen.

„In Malchin hat vieles gepasst, nur das Ergebnis leider nicht. Vor allem in der ersten Halbzeit waren wir die klar bessere Mannschaft, haben mit attraktivem Fußball überzeugt und uns gute Torchancen herausgespielt“, blickt unser Spielertrainer Tom Fraus zurück. Was fehlte, war das nötige Quäntchen Glück und in einigen Situationen die letzte Konsequenz im Abschluss. „Mit allem Respekt vor dem Gegner: Zur Pause war ich felsenfest überzeugt, dass wir als Sieger vom Platz gehen. Doch dann kam ein kurioser Gegentreffer zu Beginn der zweiten Halbzeit, der den Spielverlauf komplett auf den Kopf gestellt hat“, so der 33-Jährige. Trotz der Enttäuschung sieht er keinen Grund für grundlegende Änderungen: „Viele Rädchen haben gut ineinandergegriffen. Gegen Richtenberg müssen wir gar nicht viel verändern. Entscheidend ist, dass wir uns für unseren Aufwand auch endlich belohnen.“
Fraus weiß aber auch, was sein Team in der Liga erwartet: „In vielen Spielen werden wir auf Gegner treffen, die tief stehen und mit langen Bällen operieren. Das ist einfacher zu spielen, als das, was wir vorhaben. Unser Anspruch ist es, strukturierten, temporeichen und mutigen Fußball zu zeigen. Dafür braucht es Geduld, Zielstrebigkeit und die Bereitschaft, immer wieder Lösungen zu finden.“

Verzichten muss unsere Mannschaft am Samstag erneut auf Kapitän Sascha Pribbernow, der wegen einer Knieverletzung länger ausfallen dürfte. Dennoch zeigt sich der Führungsspieler optimistisch: „Die Stimmung im Team ist richtig gut. Wir arbeiten fokussiert, aber mit viel Spaß. Das merkt man auf dem Platz. Es macht einfach Freude, wie die Jungs mitziehen.“ Besonders lobt er die Entwicklung unter dem neuen Trainer: „Die Handschrift von Tom Fraus wird immer klarer. Das Team setzt seine Ideen Schritt für Schritt besser um. Wenn wir das Trainingsniveau aufs Feld bringen, können wir jeden Gegner schlagen – auch Richtenberg.“ Für die Heimspielpremiere fordert Pribbernow von seinen Mitspielern vor allem Effizienz: „Wir müssen unsere Torchancen besser nutzen. In Malchin hatten wir zahlreiche Gelegenheiten, die leider allesamt ungenutzt geblieben sind. Die Jungs müssen heiß darauf sein, Tore zu machen.“

In der Vorsaison blieb unsere Elf gegen Richtenberg ungeschlagen: Auf ein torloses Remis im Hinspiel folgte ein 2:1-Auswärtserfolg. Der kommende Gegner startete mit einer 1:2-Heimniederlage gegen den 1. FC Neubrandenburg II in die neue Saison.