Unsere Landesliga-Kicker haben einen Traumstart in die Rückrunde hingelegt und ihre Serie weiter ausgebaut. Auch im dritten Spiel nach der Winterpause behielten sie die Oberhand – und das auf spektakuläre Weise. Gegen Aufsteiger Kickers JuS drehte das Team einen 1:3-Pausenrückstand und feierte am Ende einen verdienten 4:3-Heimsieg.
Auf ihren Spielertrainer mussten die Anklamer dabei verzichten. Tom Fraus wurde von einem hartnäckigen grippalen Infekt ausgebremst und konnte weder auf dem Feld noch an der Seitenlinie eingreifen. Dennoch war er präsent: Per Livestream verfolgte er die Partie und schaltete sich in der Halbzeitpause telefonisch ein – offenbar mit Erfolg. „Ich freue mich riesig für die Jungs. Der Aufwand, den wir im Verlauf der Rückrundenvorbereitung betrieben haben, macht sich bezahlt“, sagte Fraus später mit angeschlagener Stimme.
Für Sascha Pribbernow war es ein besonderer Nachmittag: Nach langer Verletzungspause rückte der Kapitän erstmals wieder in die Startelf – und wurde direkt ins Geschehen gezogen. „Ich bin froh, dass ich der Mannschaft endlich wieder auf dem Platz helfen kann. Leider verlief die erste Halbzeit ganz und gar nicht nach unseren Vorstellungen. Wir haben es dem Gegner viel zu leicht gemacht“, so der Abwehrchef.
Zunächst lief es für die Gastgeber ordentlich, doch zwingende Abschlüsse blieben aus. Die Gäste nutzten dagegen ihre erste Möglichkeit eiskalt und gingen in der 15. Minute in Führung. Kurz darauf folgte der nächste Rückschlag: Nach einem unglücklichen Eigentor von Pribbernow stand es plötzlich 0:2. „Der Ball war zuvor klar im Aus“, ärgerte sich der Kapitän. Trotz des Rückstands zeigte sich die Mannschaft nicht geschockt und verkürzte in der 26. Minute: Paul Freimark scheiterte zunächst am Torwart, doch Maximilian Paul staubte zum 1:2 ab.
Die Partie blieb offen, wobei Jan-Patrick Bruhns wenig später den Ausgleich verpasste. Auf der anderen Seite bewahrte Tim Kietzmann sein Team mit einer starken Parade vor einem höheren Rückstand. Glück hatten die Anklamer zudem, als ein JuS-Spieler freistehend am Tor vorbeischoss. Dennoch musste die Fraus-Elf noch vor der Pause nach einem eigenen Eckball das 1:3 hinnehmen.
Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern ein völlig anderes Bild. Unsere Kicker traten nun deutlich zielstrebiger auf und erhöhten den Druck. Der Anschluss fiel in der 51. Minute, als Maximilian Paul nach Vorarbeit von Jan-Patrick Bruhns aus spitzem Winkel traf. In der Defensive stand das Team nun stabil, während offensiv immer mehr Chancen entstanden. Marvin Schulz und Maximilian Paul scheiterten zunächst noch am Gäste-Keeper, ehe Paul Freimark im Strafraum zu Fall gebracht wurde. Dennis Wolf verwandelte den fälligen Elfmeter sicher zum 3:3 (82.).
Die Anklamer witterten nun ihre Chance und drängten auf die Entscheidung. Jan-Patrick Bruhns zwang den Torhüter in der 88. Minute mit einem Distanzschuss zu einer Glanzparade. Kurz darauf fiel schließlich der umjubelte Siegtreffer: Nach einem Freistoß von Sascha Pribbernow vor das Tor sorgte Alexander Schadofske für entscheidende Unruhe, ein JuS-Spieler lenkte den Ball ins eigene Netz – 4:3 in der Nachspielzeit. „Ganz egal, wie das Tor gefallen ist: Wir haben uns den Sieg hart erarbeitet und verdient gewonnen. Wir hatten den Gegner nach der Pause voll im Griff“, sagte Pribbernow nach dem Abpfiff.
Mit nun 16 Punkten auf dem Konto hat unsere Mannschaft bereits die Ausbeute der Hinrunde übertroffen. Weiter geht es am 11. April mit dem Derby beim TSV Friedland.
VFC: Kietzmann, Möhr, Pribbernow, Behm, Haack (53. Grote), Paul, Zeidler, Wolf, Bruhns, Freimark (90. Raßmann), Schulz (84. Schadofske)
Reserve: Lemke, Lietze


