Nach dem Schlusspfiff brauchte B-Jugend-Trainer Jan Winter eine ganze Weile, um das Erlebte zu verarbeiten. Im Landesliga-Heimspiel gegen die SG Pasewalk/Rollwitz hatte sein Team kurz vor dem Ende beim Stand von 2:2 den vermeintlichen Siegtreffer erzielt – ein Tor, das zunächst eindeutig gegeben wurde und dann überraschend aberkannt wurde.
„So etwas wie heute habe ich noch nie erlebt“, zeigte sich der Verantwortliche tief enttäuscht. „Es war ein blitzsauber herausgespieltes Tor, bei dem es aus meiner Sicht nichts zu beanstanden gab. Der Schiri pfiff, zeigte zum Mittelpunkt und wollte das Tor eintragen. Beide Teams standen schon wieder zum Anstoß bereit. Und dann ging der gegnerische Torwart zum Unparteiischen und redete minutenlang auf ihn ein. Nach über drei Minuten revidierte der Schiedsrichter plötzlich seine Entscheidung, nahm das Tor zurück und entschied auf Abseits. Das ist unglaublich.“ Jan Winter stellte allerdings auch klar: „Bis dahin hätten wir das Spiel längst für uns entscheiden müssen.“ Nach einem starken Auftakt gingen unsere Talente durch Tore von Kilian Tubandt und Malte Krüger innerhalb von zwei Minuten (21., 22.) mit 2:0 in Führung. „Danach haben wir plötzlich aufgehört zu spielen“, erklärte der Coach. Der Anschlusstreffer der Gäste (28.) resultierte aus einer missglückten Flanke.
Nach der Pause sah Winter seine Mannschaft erneut klar im Vorteil: „Wir hatten gute Kombinationen, ordentlich Tempo im Spiel und genug Möglichkeiten. Wir haben aber das Tor nicht getroffen – und so kam es, wie es kommen musste.“ Ein äußerst umstrittener Handelfmeter führte in der 78. Minute zum 2:2-Ausgleich. „Das Bittere ist: Ein viel klareres Handspiel im Pasewalker Strafraum wurde vorher nicht geahndet“, ärgerte sich der Trainer und ergänzte: „Mehr als diese zwei Torschüsse haben wir im gesamten Spiel nicht zugelassen. Es ist einfach ärgerlich, so zwei Punkte liegengelassen zu haben.“
Mit elf Punkten rangieren die B-Junioren aktuell auf dem vierten Tabellenplatz der Landesliga. Bis zur Winterpause stehen noch zwei Heimspiele an – zunächst am 7. Dezember gegen Spitzenreiter Blau-Weiß Greifswald und anschließend am 12. Dezember gegen das Tabellenschlusslicht Hanse Neubrandenburg.

